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Metalle und Mund-Milieu

Reizthema elektromagnetische Verträglichkeit

Belasten zahnärztliche Werkstoffe den menschlichen Organismus, kommt es zu allergischen Reaktionen? _____________________________________

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Wie auch bei Arzneimitteln können bei dentalen Werkstoffen unerwünschte Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden. Jedoch kann man nach dem heutigen Stand der Wissenschaft bei der Verwendung geeigneter Materialien von einer guten Verträglichkeit ausgehen. Die Verwendung von Metallen allerdings wirft immer die Frage der elektromagnetischen Verträglichkeit auf, die gründlich abgeklärt werden muss.

Bei Metallen im Mund finden wir drei mögliche elektrische Phänomene:

1. Batterieeffekt

2. Spannungsfelder

3. Verstärkereffekt

 

Zu 1. Nach dem Prinzip der einfachen Batterie (Bimetall-Akku) fließt in einer Flüssigkeit, dem Elektrolyt, zwischen zwei Elektroden aus unterschiedlichen Metallen ein Strom von der unedleren zur edleren Elektrode. Durch diesen Strom lösen sich Ionen aus dem unedleren Metall, wandern zum edleren Metall und lagern sich dort an. Das Elektrolyt ist hier der Mundspeichel, unterschiedliche Metalle haben wir fast bei jedem Menschen im Mund. Der Batterieeffekt wird auch von der Schulmedizin anerkannt, ist messbar, also definitiv nachweisbar.

Folge: Der Speichel wird von Metallionen durchwandert, wir haben hier einen ständigen elektrisch bedingten Ionenfluss.

 

Zu 2. Zwischen den verschiedenen Metallen im Mund bauen sich auch elektrische Spannungsfelder auf. Hierdurch werden die Mundschleimhaut und sogar der Kieferknochen aufgeladen. Durch die relative Nähe zum Gehirn kann das Zentralnervensystem irritiert werden. Nerven und Gehirn arbeiten mit elektrischen Signalen im Millivoltbereich. Bei Patienten mit vielen Verschiedenen Metallen im Mund werden häufig deutliche höhere Mundspannungswerte gemessen. Die hohen elektrischen Mundspannungswerte können die schwächeren Nervenimpulsspannungen deutlich überlagern und stören. Es kann hier zu einer ganzen Reihe von Störungen kommen, vom Kopfschmerz bis zu Muskelbeschwerden. Selten wird ein Zusammenhang zwischen den vorhandenen Problemen und Metallen im Mund gesehen.

Oft verschwinden die Beschwerden, oder werden zumeist gemildert, wenn man die Zahnmetalle entfernt. Wissenschaftliche Belege für diese Zusammenhänge fehlen allerdings noch, geforscht wird aber in diese Richtung.

 

Zu 3. Elektrosmog im Mund

Zahnmetalle als Verstärker für hochfrequente Funkwellen? Das man mit fast jedem Metall in Form von Stäben, Schüsseln oder einem Drahtbügel elektromagnetische Strahlen auffangen kann wissen wir noch aus unseren Kindertagen. Baubiologen warnen immer wieder davor, sich in unmittelbarer Nähe von Geräten mit elektromagnetischer Strahlung aufzuhalten.

Was ist also mit dem Metall im Mund, können hier elektromagnetische Strahlen verstärkt werden? Es gibt Anhaltspunkte die dafür sprechen. Besonderes Augenmerk wird hier auf die Nutzung von Handys gelegt. Dieser Sender befindet sich, wenn das Handy benutzt wird, in unmittelbarer Nähe der Metalle die wir im Mund haben.

Die Frage was bei einer Neuanfertigung von Zahnersatz als geeignetes Material verwendet werden kann, sollte grundsätzlich nur durch eine individuelle Testung ermittelt werden.

Vorzugsweise sollte man aber auf die Verwendung von Metallen im Mund verzichten, selbst wenn ein Test ein solches Material im Moment zulassen würde.

Das Thema elektromagnetische Verträglichkeit spielt hier eine große Rolle.

In Anbetracht der langen Verweildauer von Zahnersatz im menschlichen Körper, und der Ungewissheit welchen Belastungen der Körper und seine Regelsysteme in Zukunft ausgesetzt sind, sollte mann bei der Neuanfertigung nicht schon potenzielle Störfaktoren schaffen.

Das zur Zeit beste Material im Sinne einer weitgehenden elektromagnetischen Verträglichkeit ist keramisches Material.

Die Frage der elektromagnetischen Verträglichkeit stellt sich bei diesem Material erst gar nicht.

Allerdings steht erst seit kurzer Zeit mit Zirkonoxid ein Material zur Verfügung, das breite Indikationsbereiche abdeckt, und die Verwendung von Metallen weitestgehend überflüssig macht.

Trotzdem bleibt festzuhalten, das auch dieses Material nicht immer vertragen wird, und selbst hier auf eine Testung nicht verzichtet werden sollte.

 

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 

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